Bella Italia - 2009
Am Dienstagabend packten wir gegen 6 Uhr unser Auto, bis unter bzw. auch auf dem Dach mit Tackle Baits und Co. Und machten uns gegen 8 Uhr auf nach Bella Italia. Gegen 0:00 erreichten wir die Alpen und wir ahnten schon nichts Gutes als das Thermometer die 0 Grad Marke anzeigte…Wie sollte es anders sein fing es wieder einmal an aus vollen Eimern zu schneien, so dass wir mit Sommerreifen bewaffnet und 20cm Schnee auf den Straßen im Schneckentempo die Alpen überquerten. Am Mittwoch erreichten wir dann völlig erschöpft gegen 5 Uhr unseren Anlaufpunkt im Norden Italiens. Wir ruhten uns ein wenig von der wieder einmal mehr als spektakulären Fahrt aus und besorgten gegen 7 Uhr morgens unsere Boots/Angellizensen.
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Zuerst fuhren wir den See ab um uns einen ersten Einblick zu verschaffen. Neben 3 Holländern, ein paar Italienern und österreicher waren wir die einzigen an diesem Gewässer. Von den österreichern erfuhren wir, dass es in den letzten 3 Tagen enorm viel geregnet hat und sie bereits 3-mal den Platz wegen steigendem Wasser wechseln mussten. Aber was sollt`s schließlich waren wir zum fischen hier und die mittlerweile 2 Meter Hochwasser sollten uns nicht davon abhalten… Wir fuhren eine geeignete Stelle am See an, verstauten unser gesamtes Tackle auf den Booten und fuhren los. Nach langem hin und her fanden wir eine kleine Bucht in der wir hofften bei Wetterbesserung die Fische abgreifen zu können.
Nachdem wir alles aufgebaut hatten, bemerkten wir sehr schnell, dass das Wasser weiter enorm anstieg. Also wieder alles zusammenpacken und weitere 20 Meter zurück rutschen. Wir legten unsere Ruten an die circa 350 Meter entfernte Schilfkante, machten uns ein kühles Blondes auf und gingen völlig erschöpft gegen 21:00 Uhr schlaffen. Die Nacht verlief ohne auch nur eine piepser… jedoch stellten wir sehr schnell fest, dass das Wasser über Nacht wieder um 1 Meter angestiegen ist – egal wir bleiben sitzen, denn schließlich war für die kommenden Tage schönes Wetter gemeldet. Den 2 Tag verbrachten wir damit uns die Bucht ein bisschen genauer anzuschauen, jedoch war das Wasser noch sehr aufgewühlt und auch mit Hilfe des Echos war es anhand des vielen Treibgutes sehr schwer die Bodenstrukturen, Bäume etc. zu erkennen. Wir beschlossen also erst einmal so weiter zu fischen wie bisher. Jedoch blieb auch diese Nacht relativ(bis auf einen Döbel) ruhig. Der 3 Tag begann mit Sonnenschein, das Wasser wurde klarer, der See war Spiegel-Glatt. Schnell auf die Boote und nach neuen Spots Ausschau halten. Im letzten Winkel der Bucht fanden wir ein circa 150 Meter langes Seerosenfeld, das eigentlich förmlich nach Fisch schrie… schnelle waren 2 Marken am Anfang und am Ende gesetzt und das Feld mit 4 Ruten abgespannt.
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Am Nachmittag fachte ein heftiger Wind auf, der genau auf unser Ufer drückte. Wir setzten 2 Ruten direkt an die Kante trüben/klaren Wasser und fütterten Großflächig an. Der Wind wehte die komplette Nacht durch und im Halbschlaf wartete ich nur auf den ersten Biss. Gegen 5 Uhr war es dann auch soweit, Daniels Bißanzeiger pfiff los, wie hätte es anders sein sollen, es war natürlich die Uferrute. Ein schöner lang gestreckter Schuppi fand nach einem heftigen Drill(die Fische hatten durch ihre Länge extrem viel Power…) den Weg in unseren Kescher. Schnell ein paar Fotos und wieder zurück ins Wasser. Piiiiiiip, nächster Run diesmal auf dem gut 350-400 Meter entfernten Seerosenfeld. Ab aufs Boot, 5ter Gang und Richtung Fisch. Wieder war der Drill mehr als spektakulär und wir konnten den Fisch sicher landen. Am Ufer zurück Fisch auf der Matte, rannte auch schon die nächste Rute los…wieder konnte Daniel einen schönen Fisch auf seiner Haben Seite verbuchen. Schnell waren die Fotos gemacht und die Fische wieder zurück in ihrem Element. Ich könnte jetzt noch alle Einzelheiten von diesem Tag weiter erzählen aber ich mach es kurz. Daniels Uferrute fing an diesem Tag noch weitere 5 gute Fische. Bei mir schlitzte einer aus, der nächste ging im Schilf verloren. Aber wir hatten ja noch ein paar Tage vor uns….
Gegen 2 Uhr schrie dann erneut mein Delkim um Hilfe, Schlafsack auf, Wathose an, aufs Boot 5ter Gang, druck über den Fisch ausüben und sicher landen – so steht es wohl im Lehrbuch – es gelang mir auch, der erste Bella Italia Karpfen lag jetzt nun auch vor mir. Nach einem kurzen Fotoshooting legten wir uns wieder in unsere Zelte, gerade am einschlafen pfiff die Rute, die gerade auch meinen Fisch gefangen hat erneut los. Nach einem überaus spektakulären Drill sah ich den Fisch das erste Mal neben dem Boot auftauchen ich traute meinen Augen kaum, es war ein Spiegler(sind wohl in dem Gewässer relativ rar) und dazu keine kleiner. Auch diesen Fisch konnte ich sicher auf meiner Haben Seite verbuchen, Daniel wartete schon gespannt am Ufer und er war auch mehr als überrascht(Er fing übrigens am letzten Tag auch noch einen ? ). Ich könnte jetzt glaub ich noch Seiten weiße jeden Fisch/bzw. Run runter schreiben aber ich denke weniger ist manchmal auch mehr – also mach ich es mal kurz. Auf der Uferrute fingen wir keinen einzigen Fisch mehr, alle Fische bissen entweder im Schilf oder am bzw. direkt im Seerosenfeld. Wir fingen in dieser Woche an die 25 Fische, die uns jedes Mal einen spektakulären Drill lieferten – die wirklich kampfstarken Schuppis für die es sich wirklich lohnt einen Trip nach Italien zu starten. Zudem lernten wir noch Franzosen kennen, die direkt neben uns fischten, wir hatten eine Menge Spaß haben viel gelacht, gut gegessen richtig schöne Fische gefangen nur leider verging die Zeit viel zu schnell.Weiter Bilder gibts hier (in den nächsten Tagen folgen noch weitere)
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Beste Grüße
Max