Karpfenangeln in stehenden Gewässern:


Stellensuche/Vorbereitung:

Teiche und kleine Seen eignen sich dafür, die ersten Erfahrungen über das Karpfenangeln zu sammeln. Diese besitzen oft einen guten Karpfenbestand und der fang eines Karpfens ist relativ leicht. Die Stellensuche an stehenden Gewässern kann je nach Gewässerstruktur und Größe ebenfalls mit viel Zeitaufwand verbunden sein. An Hotspots wie Inseln, Schilfkanten, Plateaus, Seerosenfeldern, Kanten etc. halten sich je nach Jahreszeit fast immer Karpfen auf.

Infos über die Gewässer einholen

  • Größe und Dichte des Karpfenbestandes
  • Wann wurden das erste mal Karpfen besetzt
  • Wie hoch ist die Fischdichten neben den Karpfen
  • Zählen ehr die Gewichte oder die Anzahl der Karpfen

Hat man alle Information über das Gewässer gesammelt, gilt es die entsprechenden Futtermengen für einen Trip einzupacken. Wie viel man füttert bzw. welche Futterstrategie man anwendet hängt je nach Art und Größe des Gewässers ab. An Großen Gewässern haben sich über einen längeren Zeitraum die Flächen bzw. Streifenfütterung bewährt. Dies ist natürlich mit einer großen Menge Futter verbunden. Hat man die Karpfen jedoch einmal auf seinen Platz, gilt es diesen auch ständig unter Futter zu halten.

Versucht man den Karpfen vor Hindernissen z.b. Bäumen oder Seerosenfelder nachzustellen, langt meist schon eine kleine Menge Futter aus, um die vorbeischwimmenden Karpfen zum Biss zu überreden. Ist jedoch erstmal ein Karpfen vor bzw. sogar in einen Hindernis gehackt gilt es Ruhe zu bewahren und sein können auszuspielen. Hat sich der Karpfen in einen Unterwasserhindernis festgesetzt, ist man ohne Boot so gut wie machtlos um den Karpfen aus dem Hindernis herauszubekommen. Ist kein Boot vorhanden, bleibt nur die Möglichkeit, dass der Karpfen sich selbst wieder aus dem Hindernis befreit, gelingt es ihm nicht, kann dieser aufgrund der abgerissen Schnur sogar verenden! Jeder Karpfenangler, sollte sich also immer im Klaren darüber sein, ob man beim Biss eines Karpfens überhaupt die Möglichkeit hat, diesen erfolgreich zu landen – denn was bringen einem viele Biss, wenn man alle in Hindernis verliert.

Steht dem Karpfenangler ein Boot zu Verfügung, sieht das ganz schon wieder anders aus, der Karpfenangler hat ganz andere Möglichkeiten. Sobald sich dieser erstmal über den Karpfen befindet. Er kann genügend Druck aufbauen und die Chancen, den festgesetzten Fisch zu landen sind um weiten Höher! Bei unseren letzten Karpfentrip in Italien, haben wir vor bzw. direkt in Seerosenfeldern gefischt, als Bleie haben sich Steine bewehrt, die sich im Falle dank den „FOX Safety Clips“ eines Karpfen-Bisses sofort ausgelöst haben. Sobald sich ein Karpfen an unseren Murmeln vergriffen hatte, ging es ohne großen Druck auf den Karpfen auszuüben, direkt aufs Boot und mit 5ten Gang Richtung Fisch. Waren wir erstmal über den Karpfen, begannen wir Druck auszuüben. Dank Schlagschnur machten uns Seerosen und andere Wasserpflanzen keine Problem und wir konnten 95% der gebissen Karpfen auch sicher und ohne Probleme landen. Eine NASSE Abhakmatte sollte sich sowohl im Boot wie auch am Ufer befinden. Wurde ein Karpfen sicher gelandet, sollte dieser ob groß oder klein immer mit „Respekt vor der Kreatur“ behandelt und schnellstmöglich versorgt werden. Das fischen vor bzw. an Hindernissen, kann eine Menge Karpfen anziehen und ist sicher auch immer einen Versuch wert, jedoch sollte sich jeder ernsthafte Karpfenangler immer Bewusst sein, dass das abreisen eines Karpfens immer negative Folgen mit sich bringen wird – ein durchdachtes angeln ist deshalb sinnvoller denn je!!!
--Karpfenfischen an stehenden Gewässern--