Summertime - 2009

Vielleicht kennt ihr das, kurz vor einer Session steckt man voller Motivation, Glücksgefühl, man ist sich 100% ig sicher, dass der Plan, genau dieser Plan funktionieren würde und man so schönere und noch Größere Fische überlisten könne, doch dann sieht die Welt auf einmal wieder ganz anders aus.

 

 

Bereits 5 Tage zuvor fuhren wir abwechselnd den See an, fütterten Großflächig zwei Kanten zwischen 1 und 3 Meter mit Partikeln, Boilies und Pelletts – in der Hoffung die Fische am Ende dieser Woche hier abgreifen zu können. Endlich war es soweit, bis mittags noch arbeiten und dann ab am See, alles aufs Boot laden und den entsprechenden Platz ansteuern. Der Reihe nach Bauten wir alles Nötige auf. Souverän und Routiniert, wie viele mal wir das in den letzten Jahren schon gemacht haben. Nun hieße es warten, ein Bierchen aufmachen und irgendwann schlafen gehen bis wir hoffentlich mit einem PIIIIIIIIIIIEEEEEEEEEEEEEEP geweckt werden. Yes, gegen 2 Uhr, der erste Biss ein Spiegler hatte sich an einem unserer Murmeln vergriffen, fing doch gut an, bereits 3 Stunden Später der Nächste, wieder ein Spiegler und etwas größer – vielleicht werden die Gewicht von Fisch zu Fisch etwas größer?


Schnell ein paar Fotos und Tschüß!!! Der Nächste Tag brach an, und dass Thermometer knackte die 30 Grad Marke, wir warteten gespannt auf die bevorstehende Nacht, vielleicht sollten dieses mal 3 oder 4 Fisch herausspringen – doch es passierte nichts, so konnten wir lediglich ein paar Abramis brama besser bekannt unter den Namen Brachse überlisten, sonst nichts!!!! Was war los – den ganzen Tag über grübelte ich. Wir hatten uns die Sache vielleicht etwas zu einfach vorgestellt, so viel ist klar. Nachdem die nächsten beiden Nächte auch noch ohne Fisch blieben, hieß es Moven, gleiches Gewässer neuer Spot – arbeiten war angesagt! Um das ganze mal ein bisschen abzukürzen, wir konnten mit dieser Taktik noch den ein oder anderen Fisch auf unserer haben Seite verbuchen – aber von einem wirklich erfolgreichen Fischen war nicht zu sprechen.

 

 

Nachdem wir wieder einen neuen Spot bezogen hatten, als aufbauten, traute ich meine Augen nicht als 6 Leute direkt neben uns einen 25 Mann Pavillon aufbauten, als wir Nachfragten hieß es wir feiern heute und morgen hier – Super. Ich schaute Daniel und sagte – mir langt`s, schnauze voll ich fahr weiter. Alles zusammenpacken, noch einen Sack Pelletts beim K&L Angelsport holen und dann ab an Kanal – 3 Tage Blanken und wieder nach Hause !!! Was war los, auch hier, eine absolute Null Nummer. Daniel musste inzwischen wieder arbeiten und ich versuchte mein Glück 3 Tage noch auf Waller auch hier konnte ich lediglich einen kleinen circa 50cm süßen Wels auf einen Tauwurmbündel überlisten. Ich hatte Urlaub, wollte Karpfen fangen und kein Plan ging auf. Ich war wieder zu Hause machte mir Gedanken, war irgendwie neben mir und überlegt noch einmal loszuziehen. Erst einmal eine Nacht schlafen, einen Abend mit Freunden losziehen und dann, ja dann ging ich wieder los an ein anderes Gewässer und ich fing Fische, keine Riesen aber durchaus schöne Fische!!! Manchmal fragt man sich ob dieser Aufwand, dass auch Wert war, ich denke aber ja, denn mein Ziel war es in meinen Urlaub Fische zu fangen auch wenn der Urlaub viele Durststrecken hatte, es ist bzw. war wieder eine schöne Zeit am Wasser.

 

Beste Grüße


Max